Warnstreikaktion 27.Februar 2009
 in Saarbrücken
 
 

 

    
            

Saarbrücken: Die Beschäftigten sind verärgert und sauer!
2.800 Teilnehmer bekräftigen 8-Prozent-Forderung

Über 2.800 Teilnehmer haben sich am 27. Februar 2009 am ganztägigen Warnstreik und einem Protestzug durch die Innenstadt mit abschließender Kundgebung auf dem Gustav-Regler-Platz am Rathaus Saarbrücken beteiligt und die Einkommensforderung von 8 Prozent erneut eindrucksvoll untermauert. Tarifbeschäftigte, Landes- und Kommunalbeamte und Versorgungsempfänger wollen an der allgemeinen Einkommensentwicklung teilhaben. dbb und ver.di hatten zu diesem gemeinsamen Aktionstag aufgerufen, um erneut  Druck auf die vierte und entscheidende Verhandlungsrunde am 28. Februar 2009 in Potsdam auszuüben.

dbb-Landesvorsitzender Artur Folz sagte in Richtung Staatskanzlei und Potsdam: „Die Beschäftigten sind verärgert und sauer, deshalb stehen wir heute nochmals hier in Saarbrücken um mit Nachdruck zu verdeutlichen, dass wir uns nicht mit dem von den Arbeitgebern unterbreiteten Scheinangebot abspeisen lassen wollen. Mit diesem Angebot würde der  Einkommensunterschied zu den Beschäftigten von Bund und Kommunen  endgültig festzementiert. Den Ministerpräsidenten und dem Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) muss endlich klar werden, für einen gut funktionierenden Öffentlichen Dienst mit guten Leuten und guter Arbeit ist auch eine gute Bezahlung erforderlich. Der Öffentliche Dienst muss in ärmeren Ländern wie Schleswig-Holstein oder dem Saarland genau so gut funktionieren wie in Baden-Württemberg oder Bayern“.  
 
Der stellvertretende Vorsitzende der dbb tarifunion, Siegfried Damm, dankte allen Beteiligten für ihren bisherigen kämpferischen Einsatz für
eine gerechte Bezahlung. Damm stellte fest, dass nur diejenigen Milliarden bekommen, die dieses Land in die Krise getrieben haben.

Wer für dieses Land aber gute Arbeit mache, bekomme noch nicht einmal acht Prozent mehr Einkommen. 100.000 Beschäftigte seien in den letzten Tagen bundesweit auf die Straße gegangen und hätten gezeigt, dass sie weiterhin kampfbereit sein werden, wenn Herr Möllring seine Blockadepolitik nicht aufgibt.
 

 
 
 
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