Warnstreikaktion 26.Februar 2009
 in Hamburg
 
 

 

    
            

 

Gewerkschaftsübergreifende Aktion in Hamburg:  
Gut 5000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Warnstreik!

Das dürfte dem Senat als obersten Dienstherrn seiner Beamtinnen und Beamten und als Arbeitgeber seiner Tarifbeschäftigten zu denken geben! Der dbb hamburg und seine Mitgliedsgewerkschaften sowie die DGB-Gewerkschaften riefen diesmal gemeinsam zum ganztägigen Warnstreik am 26.Februar 2009 auf. Und sie kamen zu Tausenden. Gemeinsamer Treffpunkt, gemeinsamer Protestmarsch und gemeinsame Kundgebung machen deutlich, dass alle Anstrengungen, die Gewerkschaftsbewegung zu spalten, ins Leere laufen. Sowohl bei der Auftaktkundgebung in den Messehallen als auch bei der Großkundgebung auf dem Hamburger Fischmarkt machte der dbb Landeschef Rudolf Klüver deutlich, dass man mit der Geduld am Ende sei.

„ Wir sind begeistert von dieser hohen Resonanz, insbesondere von den Beamtinnen und Beamten; sie opfern ihre Freizeit und haben uns toll unterstützt. Wer dieses Land in die Krise treibt, bekommt Milliarden, wer für dieses Land arbeitet soll mit Almosen abgespeist werden! Ohne einen gut funktionierenden öffentlichen Dienst geht bald gar nichts mehr in Deutschland!“ so der dbb Landeschef.
 
Die 16 Ministerpräsidenten der Länder werden aufgefordert darüber nachzudenken, welche Folgen ein bundesweiter Streik haben könnte. Auch ob der niedersächsische Finanzminister Möllring weiterhin als Verhandlungsführer der Arbeitgeber der geeignete Mann ist, bezweifelt der dbb hamburg.
Wie anders ist es zu erklären, dass einige Ministerpräsidenten von der starren Position des Herrn Möllring überhaupt nicht begeistert sind. Aber dies kann auch nur Show sein, denn nur wenn sich alle Ministerpräsidenten einig sind, kann ein Herr Möllring so unverschämt agieren.
 
„Wir brauchen ein anständiges Tarifergebnis, das sind 8 % mehr Lohn nicht utopisch,“ so Klüver weiter.
 
Sollte es am Wochenende in der vierten Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis kommen, dann werden die Gewerkschaften die Ideenschublade für flächendeckende Streiks aufmachen. Und was das bedeuten kann, wurde 2006 deutlich. Von einer Streikmaßnahme in Bezug auf den Elbtunnel will noch keiner reden, aber gänzlich aus dem Visier ist dieses Nadelöhr gewiss nicht.
 

 
 
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