|
  
Protest der
Landesbeschäftigten in Niedersachsen -
Frank Stöhr: Verhandlungsfähiges Arbeitgeberangebot muss endlich her!
Mit landesweiten Warnstreiks und einer
Demonstration in Hannover haben Beschäftigte des Landes Niedersachsen am
3. Februar 2009 ihrer Forderung nach acht Prozent, mindestens aber 200
Euro Gehalt monatlich mehr für die diesjährige Einkommensrunde Nachdruck
verliehen. Vor 14.000 Teilnehmern der zentralen Kundgebung auf dem
Opernplatz forderte Frank Stöhr, der die in der dbb tarifunion
vereinigten Gewerkschaften als Verhandlungsführer in der Tarifrunde
vertritt, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in seiner Rede
vor den Demonstranten auf, in der dritten Runde am 14. Februar 2009
endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Die Blockadepolitik
der Arbeitgeber lassen wir uns nicht mehr gefallen“, machte Stöhr klar.
„Wir erwarten ein Angebot, das unserer Leistung gerecht wird.“
Zur Fotogalerie

Eigentlich stehe einem baldigen Abschluss nichts mehr im Wege, zeigte
sich der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion überzeugt: „Unsere Forderung
ist gerecht, acht Prozent sind nicht zu viel verlangt.“ Stöhr warf den
Ländern eine „arrogante Haltung“ vor, sie hätten sich seit dem Auftakt
der Verhandlungen vor zwei Wochen keinen Millimeter bewegt. Dabei sei in
den vergangenen Jahren die Arbeit im öffentlichen Dienst immer mehr, das
Geld aber immer weniger geworden. Von 2003 bis heute hätten die
Beschäftigten in den Landesverwaltungen Reallohnverluste von rund acht
Prozent hinnehmen müssen. „Mit dieser Politik muss Schluss sein“,
forderte Stöhr. „Leistung muss endlich anerkannt werden.“ Es sei auch
nicht gerecht, wenn Krankenschwestern oder Straßenwärter, die beim Land
angestellt sind, weniger verdienten als ihre Kolleginnen und Kollegen im
kommunalen Dienst. „Die Qualität des öffentlichen Dienstes muss
bundesweit einheitlich sein.“ Die dbb Forderung sei nicht auf den
Tarifbereich beschränkt, betonte Stöhr. „Wir erwarten von den
Landesregierungen, dass das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf
die Beamten übertragen wird.“
Der dbb ist in die Einkommensrunde 2009 mit der Forderung nach acht
Prozent Gehalt mehr, mindestens jedoch 200 Euro gegangen. Die
Demonstration in Hannover ist Teil bundesweiter Warnstreiks und
Proteste; so gab es bereits Aktionen unter anderem in Potsdam, Aachen,
Mainz, Kiel, an den Unikliniken in Nordrhein-Westfalen und in ganz
Baden-Württemberg, mit denen die dbb tarifunion die Arbeitgeber bis zur
dritten Verhandlungsrunde am 14. Februar zu einem tragfähigen Angebot
bewegen will. Mehr Informationen unter
VDStra.-Streikerfassungsliste
2009
Sichere Straßen und Autobahnen haben ihren Preis
|
VDStra.-Landesverbände














.jpg)


 |