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VDStra: Verkauf der
Bundesautobahn abgelehnt
Der VERBAND DEUTSCHER
STRASSENWÄRTER, Fachgewerkschaft für das Personal im Straßen- und
Verkehrswesen und Mitgliedsgewerkschaft des dbb, lehnt ebenso wie der
ADAC sowie zahlreiche Vertreter der politischen Parteien den Verkauf der
Bundesautobahnen ab.
Ausgehend von einer
Kostenermittlung, die im Zusammenhang mit der Einführung der LKW-Maut
2002 vorgenommen wurde, ist am Wochenende das Thema in die Medien
gebracht worden. Der Verkauf der Autobahnen soll zwischen 187 und 213
Milliarden Euro einbringen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums
teilte mit, dass an dem Verkauf der Bundesautobahn nicht gedacht sei.
Eindeutig äußerte sich in diesem Sinne auch Bundesverkehrsminister
Manfred Stolpe.
Der Verkauf der Autobahn löst
nach derzeitiger Einschätzung die Einführung einer Maut für alle
Autofahrer aus. Ein solcher Vorschlag ist aber erst in der vorigen Woche
in der Länderverkehrsministerkonferenz gescheitert. Eindeutig äußerten
sich auch der stellvertretende Unions-Fraktionschef Michael Meister und
der CDU- Verkehrsexperte Klaus Lippold. Beide kommen zu dem Ergebnis,
dass sich mit einem Einmalerlös durch den Verkauf die Haushaltslöcher
nicht entscheidend beeinflussen lassen. Auch der designierte
Bundesfinanzminister und ehemalige Ministerpräsident NRW, Peer
Steinbrück, hat sich nicht für den Verkauf der Autobahn ausgesprochen.
Er stellte fest, dass die Diskussion darüber erst beginne, er in keiner
Weise festgelegt sei. Die ihm unterstellte Absicht, mit dem Erlös aus
dem Verkauf der Autobahn die Haushaltsprobleme anzugehen, wies er
zurück.
Der Bundesvorsitzende des
VERBANDES DEUTSCHER STRASSENWÄRTER, Siegfried Damm:
„Die Autobahn haben die
Bürgerinnen und Bürger Deutschlands bezahlt. Man darf es nicht zulassen,
dass Finanzheuschrecken sich jetzt die Autobahn kaufen, um daraus ihren
Profit zu ziehen. Über eine Maut dürfen die Autobahnnutzer nicht erneut
zur Kasse gebeten werden. Man wünscht sich ein baldiges Ende dieser
Diskussion. In Deutschland stehen wichtigere Probleme zur Lösung an“.
Pressemitteilung
BAB-Verkauf-PDF |