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dbb und ver.di
gründen "Initiative Öffentliche Dienste" - Kräfte für nächste
Tarifauseinandersetzung bündeln
Der
dbb beamtenbund und tarifunion hat gemeinsam mit der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eine "Initiative Öffentliche
Dienste" ins Leben gerufen. "Damit wollen wir die Leistungen der
Beschäftigten in diesen Bereichen stärker ins Bewusstsein der
Öffentlichkeit bringen und klar machen, dass weitere Sparmaßnahmen in
den öffentlichen Diensten nicht mehr hingenommen werden", sagte der
dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen am 9. August 2007 in Berlin, wo er
gemeinsam mit ver.di-Chef Frank Bsirske die Initiative den Medien
vorstellte. Heesen und Bsirske warben mit einem
Aufruf um breite Unterstützung
von Organisationen und Einzelpersonen: "Die Initiative ist offen für
alle, die für eine Stärkung der öffentlichen Dienste in Deutschland
eintreten."
Bild:
dbb Bundesvorsitzender Peter Heesen
(rechts) und ver.di-Chef Frank Bsirske (links) kleben das erste Plakat
der Kampagne. Ganz links der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion Frank
Stöhr
Unter dem Motto "Genug
Gespart! Öffentliche Dienste sind Mehrwert" wird eine große
Image-Kampagne gestartet, die bundesweit auf großflächigen Plakaten
die negativen Auswirkungen aufzeigt, die die Einsparungen der
vergangenen Jahre in den öffentlichen Diensten für Bürger und
Beschäftigte mit sich gebracht haben. Am 31. August 2007 wird zudem
die Internetseite
www.GenugGespart.de mit
einer Leistungsschau des öffentlichen Dienstes - von Freizeit,
Mobilität und Jugend über Bildung, Kultur und Erziehung bis zu Ver-
und Entsorgung, Gesundheit und Sicherheit - online gestellt.
Bürgerinnen und Bürger sind dann interaktiv zum "Mitmachen,
Diskutieren, Protestieren" aufgefordert. Auch per SMS kann man seine
Unterstützung für "Genug Gespart!" zum Ausdruck bringen.
"Nach harten Jahren
der Einkommenskürzungen und Arbeitszeiterhöhungen, die hinter den in
den öffentlichen Diensten Beschäftigten liegen, muss es jetzt
unbedingt einen lohnpolitischen Kurswechsel geben", sagte Heesen. Für
die Politik stehe aber trotz sprudelnder Steuereinnahmen weiter nur
die Sanierung der Haushalte im Vordergrund. "Um wirksam dagegen
vorgehen und in der zum Jahresende beginnenden Tarifrunde für die
Bediensteten in Bund und Kommunen deutliche Einkommenssteigerungen
erreichen zu können, bündeln wir unsere Kräfte." Der dbb Chef
bekräftigte die Forderung seiner Organisation: "Ein Gesamtvolumen von
mindestens fünf Prozent ist unser Ziel." Die Kooperation von dbb und
ver.di in der Einkommensrunde 2008 sei auch "ein bewusstes Signal, um
nach außen Stärke zu zeigen".
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