Pressemeldung vom 19.11.2003 / M382-03
Straßenwärter in NRW: 300 Unfälle jährlich
Autofahrer sind zu schnell, telefonieren und lesen
Zeitung
NRW (straßen.nrw). 300 Unfälle jährlich
beweisen dass hohe Arbeitsrisiko, das die 2.500 Straßenwärter des
Landesbetriebes Straßenbau NRW Tag und Nacht eingehen. Unvernünftige Autofahrer
verursachten dabei in diesem Jahr mehr als 30 Unfälle. "Autofahrer, die mit
überhöhter Geschwindigkeit durch unsere Baustellen rasen, mit dem Handy
telefonieren, die Karte studieren oder sogar Zeitung lesen, sind die größte
Gefahr für unsere Mitarbeiter", betonte Straßen.NRW-Direktor Henning Klare
während der traditionellen Kranzniederlegung für tödlich verunglückte
Straßenwärter an der Autobahnkapelle in Tungerloh-Capellen (Kreis Coesfeld).
Auch
wenn der Landesbetrieb Straßenbau in diesem Jahr keinen Todesfall zu beklagen
hat: Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre ist jedes Jahr ein Kollege bei seiner
Arbeit ums Leben gekommen. "Die Autofahrer müssen sich klar machen, dass in den
Baustellen und am Straßenrand Menschen arbeiten, deren oberstes Ziel die
Verkehrrsicherheit auf unseren Straßen ist", appellierte Henning Klare an das
Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer, Rücksicht zu nehmen.
85 Autobahn- und Straßenmeistereien sorgen für die
Unterhaltung der über 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundesstraßen und
Landesstraßen, für die Straßen.NRW im Bundesland zuständig ist. Das Horrorjahr
für Straßen.NRW war 2001, als vier Kollegen bei Unfällen durch Fremdverschulden
ums Leben kamen. "Das Todesrisiko von Straßenwärtern ist zwölfmal höher als in
anderen gewerblichen Berufen", beschrieb Klare die Unfallstatistik von
Straßen.NRW. Bei Verletzungen der Kollegen seien vor allem Hände und Arme
betroffen (38 Prozent), Füße und Beine (30 Prozent), aber auch die Augen und der
Kopf (zwölf Prozent).
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