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(dbb) Unter der Überschrift „Der gefährlichste Job der Welt“ hat „Auto Bild“ (Ausgabe vom 8. August 2008) über die Risiken des Straßenwärter-Berufes informiert. „Es
vergeht kaum ein Tag ohne schweren Unfall
mit Straßenwärtern“, zitiert das Blatt in der
Reportage den Vorsitzenden der Fachgewerkschaft der Straßen- und
Verkehrsbeschäftigten VDStra.,
Siegfried Damm. „Pro Jahr sterben in Deutschland acht
bis zehn Kollegen.
Unsere Leute müssen viel besser geschützt werden.
„Überdurchschnittliche Belastungen werden
normalerweise mit der Zahlung von Erschwernis- oder Gefahrenzulagen
abgegolten“, so Damm weiter.
Für Straßenwärter gebe es diese nicht. Auch bessere
Baustellen-
Absicherungen gehörten seit langem zu den
VDStra.-Forderungen.
„Straßenwärter putzen, mähen, reparieren, sichern schreckliche Unfälle ab“, heißt es in dem Bericht. „Dennoch sind sie oft die Prügelknaben.“ Die Autobahn-Arbeiter „wollen schnell den Weg wieder frei machen. Und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel – für uns alle. Daher: Fuß vom Gas für die Alltagshelden in Orange!“
Unterwegs mit Straßenwärtern — AUTO BILD 32/2008 — 19.08.2008Der gefährlichste Job der Welt
Straßenwärter
sind auf der Autobahn die Mädchen
für alles. Sie putzen, reparieren,
sichern schreckliche Unfälle ab.
Straßenwärter riskieren für uns ihr
Leben – und werden dafür auch noch
beschimpft.
http://www.autobild.de/artikel/unterwegs-mit-strassenwaertern_761958.html ![]()
"Es vergeht kaum
ein Tag ohne
schweren Unfall
mit
Straßenwärtern.
Unsere Leute
müssen viel
besser geschützt
werden,"
sagt
Siegfried Damm,
Chef der
Fachgewerkschaft
der Straßen- und
Verkehrsbeschäftigten.
Wenn Frank Güldenring nicht mit den Ohren "sehen" könnte, wäre er vielleicht schon tot. Sobald der Straßenwärter hinter sich Reifen quietschen oder einen ausgekuppelten Lkw-Motor aufheulen hört, weiß er: Er muss jetzt um sein Leben rennen; muss, so gut es geht, Schutz suchen im Gebüsch neben der Autobahn oder im Mittelstreifen. Ganz schnell, bevor es zu spät ist. "Mit den Jahren entwickelt man das richtige Gespür und Gehör für die Gefahr", sagt Güldenring. Seinem Kollegen Frank K. rettete auch sein Gehör nicht das Leben. Als er im Juni 2002 auf der A 3 bei St. Augustin Fugen goss, erfasste ihn ein Lkw. Zwei Kinder verloren ihren Vater, eine schwangere Frau ihren Mann. Der Job des Straßenwärters ist einer der gefährlichsten. Straßenwärter – ein Job zwischen Leben und TodAuf dem Standstreifen warnen zuvor in 300 und 600 Meter Entfernung zwei Lkw mit Tafeln vor den Menschen auf der Fahrbahn. Doch viele Fahrer haben mehr als die erlaubten 80 km/h drauf. Ein weißer Audi zieht gerade noch vor dem großen blauen Pfeil nach rechts. Allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) geht jede Woche so eine Absperrtafel kaputt. Ingo Weinkauf steuert das hinterste Fahrzeug der Mähkolonne, den Vorwarner. Als Erster kündigt er auf dem Standstreifen die Wanderbaustelle an. Aus Sicherheitsgründen sitzt er in einem 18 Tonnen schweren Lkw, im Schlepptau ein Anhänger mit dem Einfädelsymbol und einem Tempo-100-Schild. Lkw brausen nur wenige Zentimeter am Seitenfenster vorbei, Weinkauf schaut in den Außenspiegel – ein Verschleißteil. "Der ist nagelneu", sagt der 32-Jährige. Noch häufiger zerstören Schrauben und Nägel auf dem Standstreifen die Reifen. Jeden Tag muss die Autobahnmeisterei St. Augustin einen Pneu ersetzen. Und manchmal ein ganzes Fahrzeug: Im Winter drängte ein Pkw einen Kleinlaster der Meisterei gegen eine Betonwand, zwei Straßenwärter wurden leicht verletzt. Trotz ständiger Gefahr sind die Männer in Orange für viele ein rotes Tuch. Sie werden beschimpft, beworfen und bespucktFrank Güldenring legt den Finger auf eine Narbe über der Augenbraue. Ein staugeplagter Autofahrer war ausgerastet und hatte einen Pfirsichkern auf ihn gefeuert – aus einem fahrenden Wagen heraus. Der Stein flog schnell wie ein Geschoss, haarsscharf am Auge des Straßenwärters vorbei. "Auch mit Dosen werden wir ständig beschmissen", sagt der kräftige Mann traurig. Das Schmerzensgeld: zwischen 1740 und und 2250 Euro Monatslohn. Gefahrenzulagen? Fehlanzeige. Gewerkschafter Damm fordert diese schon lange: "Überdurchschnittliche Belastungen werden normalerweise mit der Zahlung von Erschwernis- oder Gefahrenzulagen abgegolten." Damm kämpft auch für eine bessere Baustellen-Absicherung. Ein Anfang ist gemacht. In NRW rütteln neuerdings Plastikschwellen vor Baustellen wach.Kommentar von AUTO BILD-Redakteur Claudius MaintzStraßenwärter sind auf der Autobahn die Mädchen für alles: Sie putzen, mähen, reparieren, sichern schreckliche Unfälle ab – in unser aller Interesse. Dennoch sind sie oft die Prügelknaben. Sie werden beschimpft, bespuckt, beworfen. Kaum zu glauben, dass aus Wut über einen Stau Dosen auf Menschen geworfen werden. Denn die Autobahnarbeiter können am wenigsten für Stop-and-go und Stillstand. Sie wollen schnell den Weg wieder frei machen. Und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel – für uns alle. Daher: Fuß vom Gas für die Alltagshelden in Orange!
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VDStra.-Landesverbände
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