14.01.2011 // Ulrich
Hainbuch
So kann es doch
nicht weitergehen!
"Wie hoch die
physische und
psychische
Belastung im Ö.D.
ist kann ich
Ihnen gerne an
meiner Person
darstellen:
Zu meiner
Person:
Ich bin seit dem
01.06.1981
Straßenwärter
bei der
Autobahnmeisterei
Remscheid, davon
seit dem
01.05.1991 als
Streckenwart
tätig.
Seit der
Übernahme der
Straßenbauverwaltung
durch das Land
NRW Anfang 2001
wurden viele
Aufgaben, die
früher durch die
zwei bei der AM
beschäftigten
Bautechniker
abgedeckt
wurden, auf die
zwei
Streckenwarte
übertragen.
Darunter z.B.
die
Bauwerksbesichtigung
und die
Unfallschadensaufnahme.
Bei über 300
Ingenieurbauwerken
die 2x im Jahr
besichtigt
werden müssen,
sowie 19
Regenrückhaltebecken
und
Pumpstationen
die 4x im Jahr
besonderer
Aufmerksamkeit
bedürfen bleibt
für meine
eigentliche
Tätigkeit ,der
Streckenkontrolle
,nur noch wenig
Zeit.
Unfallmanagement
bei schweren
Unfällen
reduzieren die
Zeit immer mehr!
Weiterhin mache
ich auf
Anweisung der AM
Leitung
Massenermittlung
z.B. für
Fahrbahnreparatur
oder Sanierung
incl. der
Größenmarkierung
mit
Markierungsfarbe
sowie der
Aufstellung der
Kilometrierung.
Gleiches gilt
für Erneuerung
der Markierung.
Dies alles ist
sehr
zeitaufwändig
und da die
Schäden ständig
mehr werden
bevor eine
Maßnahme
begonnen hat,
muss die
Aufstellung
stets aktuell
gehalten werden.
Das heißt: Meine
Verantwortung
für die
Verkehrssicherheit
aus der
Verkehrssicherungspflicht
ist um mehr als
das doppelte
gestiegen, meine
Lohngruppe TVÖD
6 aber
gleichgeblieben!
Nun zu meinem
speziellen Fall:
Seit dem frühen
Wintereinbruch
im November 2010
bin ich auch
fast nur noch im
Winterdienst
eingebunden! Und
dies täglich für
ca. 13 Stunden
täglich ,
wöchentlich im
Wechsel von Tag-
und Nachtdienst-
ohne jegliche
Erholungsphase!!!
Mal eine
vereinzelten Tag
frei ist keine
Erholung für den
Körper!!! Ich
werde dieses
Jahr
(hoffentlich) 52
Jahre alt- und
diese
unmenschliche
Belastung bleibt
nicht in meiner
Uniform
stecken!! Bitte
weiterlesen !
Am 27.12.2010
brach ich mir
abends gegen
21:45 Uhr auf
dem Weg von
meiner Garage
zum Hofeingang
unseres Hauses
das Sprunggelenk
sowie
das
Syndesmoseband.
Ich wurde noch
in der gleichen
Nacht operiert,
nicht mit
Vollnarkose,
sondern mit der
"Rückenmarkspritze".
Das heißt, das
nur der
untere Teil
meines Körpers
betäubt war!
Aber nach rund
35 ! Tagen
intensiven
Winterdienstes
ohne
Erholungsphase
schlief ich bei
der Operation
ein!!!
Am Morgen des
28.12.2010 wurde
mein Blutdruck
durch eine
Krankenschwester
gemessen- er
betrug 190/120
!!!!! Mein
normaler
Blutdruck liegt
bei etwa 140/80
!!! Es dauerte
6!! Tage, bis
sich mein
Blutdruck wieder
normalisiert
hatte!-trotz
ständigem Liegen
und Nichtstun!!
So kann es doch
nicht
weitergehen! Das
Personal wird
bis auf den Tod
belastet!!!
Ich kann diese
Belastung nicht
weiter mitmachen
ohne schwere
gesundheitliche
Schäden in Kauf
zu nehmen- eine
Personalaufstockung
ist für mich
unumgänglich!!!"