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Einkommensrunde 2008 im Geltungsbereich des TVöD:
Unsere Forderung lautet: 200 plus 8 für 2008
dbb weist
Schlichterspruch im Tarifkonflikt des öffentlichen
Dienstes zurück-
Frank Stöhr:
„Wir wollen mehr Geld – nicht Arbeitszeitverlängerung
und Stellenabbau!“
Mit Enttäuschung hat dbb
Verhandlungsführer Frank Stöhr auf die
Empfehlungen der Schlichtungskommission im Tarifkonflikt
des öffentlichen Dienstes reagiert:
„Wir
wollen mehr Geld, nicht Arbeitszeitverlängerung und
Stellenabbau und werden uns nicht für einen Tauschhandel
hergeben“, sagte Stöhr am 27. März 2008 in Friedrichshafen.
Der mit 13 zu 12 Stimmen zustande gekommene Vorschlag, bei
dem das Votum des von der Arbeitgeberseite bestellten,
stimmberechtigten Vorsitzenden der Schlichtungskommission,
Lothar Späth, den Ausschlag gegeben hat, enthalte keine
wirksame Einkommenserhöhung. „Am Samstag in Potsdam müssen
wir versuchen zu retten, was zu retten ist, denn niemand
kann den Arbeitskampf wollen“, machte Stöhr deutlich,
empfahl den Arbeitgebern zugleich „ihre
Arbeitszeit-Ideologie in die Mottenkiste zu packen.“
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Die Teilnehmer der dbb
tarifunion an der gemeinsamen
Schlichtungskommission: v.l.n.r. Willi Russ,
Arbeitnehmer-Schlichter Herbert Schmalstieg, Ulrich
Silberbach und Helmut Overbeck |
Die Schlichter vor der Presse:
Herbert Schmalstieg (Arbeitnehmer) und Lothar Späth
(Arbeitgeber)
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Der Späth-Vorschlag, vom dem sich der
von Arbeitnehmerseite berufene, nicht stimmberechtigte
Vorsitzende der Schlichtungskommission Herbert Schmalstieg
bereits bei der Bekanntgabe erkennbar distanzierte, sieht
für die 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und
Kommunen lediglich sechs Prozent mehr Einkommen bei
zweijähriger Laufzeit und einer gleichzeitigen Erhöhung der
Arbeitszeit im Westen vor. dbb tarifunion und ver.di fordern
hingegen acht Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 200 Euro
pro Monat und lehnen eine Verlängerung der Arbeitszeit
entschieden ab.
Die Tarifparteien werden am kommenden Samstag, den 29. März
2008, über den Vorschlag der Schlichter verhandeln.
Scheitern die Gespräche, kommt es zur Urabstimmung. Ab April
könnten dann flächendeckende Streiks in allen Bereichen des
öffentlichen Dienstes drohen.
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