Das sind die Probleme, die starke Gewerkschaften erfordern  

Probleme und Lösungen

 

Stelleneinsparung, Nichtbesetzung freier Stellen
Wegfall von Ausbildungsplätzen und Nichtübernahme nach der Ausbildung zum Straßenwärter und damit Aushöhlung unseres Berufsstandes
Umstrukturierung und Privatisierung von Teilaufgaben und Aufgabenfelder des Straßenbetriebsdienstes- Betreibermodelle
Leistungserfassung und Leistungskontrolle durch elektronische Systeme (Gläserner Straßenwärter)
Vernachlässigung der Fort- und Weiterbildung auch in dem Bereich der Arbeitssicherheit
"Ein-Mann-Besetzung" auf Fahrzeugen im Winterdienst und damit Erhöhung des Unfall- und Haftungsrisikos
Abschaffung oder Reduzierung von Lohnzulagen oder -zuschlägen
Neudefinierung des Überstundenbegriffes und humane Arbeitszeitregelungen
Einschnitte in die Zusatzversorgung
Reduzierung der Verkehrssicherheit durch Schwächung des bewährten Systems des Straßenbetriebsdienstes und Herabsetzung von bewährten Standards in der Straßenausstattung
Erweiterung der gesetzlichen Regelungen des Arbeitszeitgesetzes

Positionen

Wir ruhen uns nicht aus

Ein qualifizierter, leistungsfähiger öffentlicher Dienst ist unabdingbare Voraussetzung
für unser Wirtschaftssystem. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt von Arbeitswelt und Gesellschaft.

Nachdem in der Privatwirtschaft in den letzten Jahren tiefgreifende Umstrukturierungsmaßnahmen vollzogen wurden, werden heute durch entsprechende Reformen die Weichen für die Verwaltung von morgen gestellt.

Die Forderung nach mehr Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung darf keine kritiklose Übernahme von Instrumenten der Privatwirtschaft darstellen.

Rationalisierungsmaßnahmen und die Konsolidierung der Haushalte dürfen nicht einseitig auf Kosten der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes durchgeführt werden.

Gerade im öffentlichen Dienst sind größte Anstrengungen für die Erhaltung bestehender Arbeitsplätze sowie zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze zu unternehmen.

Der heute erreichte soziale Status der Arbeitnehmer muss erhalten bleiben. Dazu ist ein wirksamer Schutz aufzubauen. Die Einführung neuer Techniken muss insgesamt sozialverträglich gestaltet werden. Beschäftigungsalternativen sind bereitzustellen.

Die Entlohnung muss leistungsgerecht gestaltet werden und der wirtschaftlichen Entwicklung entsprechen.

Der VDStra. und die dbb tarifunion befürworten eine stärkere Betonung des Leistungsprinzips bei der Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen und Betrieben. Dabei ist jedoch eine schlüssige, nachvollziehbare und transparente Bemessung der Leistung von entscheidender Bedeutung.

Jede Einkommensanpassung muss der Preisentwicklung sowie den ständig steigenden steuerlichen und sozialen Abgaben Rechnung tragen und eine angemessene Beteiligung der Arbeitnehmer am Wirtschaftswachstum durch entsprechend höhere Realeinkommen sicherstellen.

Die immer noch teilweise bestehenden unterschiedlichen Beschäftigungsbedingungen in Ost und West sind umgehend zu beseitigen.

dbb Großdemo am 14.12.2002 in Berlin

                 
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