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Landesbetrieb startet Initiative mit ADAC Mittelrhein:

800 überflüssige Verkehrsschilder abmontiert

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Schilderwald abgeholzt: Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Koblenz sortieren auf dem Betriebshof einen Teil der überflüssigen Verkehrsschilder, die auf den rheinland- pfälzischen Landesstrassen entfernt wurden.

Koblenz/ Fr.  08.08.2003-

Kampf dem Schilderwald: Rund 800 überflüssige Verkehrsschilder haben Straßenwärter in den vergangenen Monaten auf rheinland-pfälzischen Straßen abmontiert.

Wie der Landesbetrieb Straßen und Verkehr Rheinland-Pfalz (LSV) am Freitag in Koblenz mitteilte, hatte er diese Initiative zusammen mit dem ADAC Mittelrhein gestartet. Beteiligt waren auch Polizei und Straßenverkehrsbehörden. Mitarbeiter von 57 Straßenmeistereien prüften dabei die Schilder auf rund 18.000 Kilometern Bundes-, Landes und Kreisstraßen. Bei den entfernten Verkehrsschildern handelte es sich vornehmlich um Gebots-, Verbots- und Achtungsschilder. Einige wegweisende Schilder verschwanden ebenfalls. Nach Einschätzung des LSV- Geschäftsführers Helmut Bunk gibt es landesweit rund 250.000 Verkehrsschilder außerhalb geschlossener Orte. Der LSV setze sich auch künftig für eine "Abholzung des Schilderwaldes" ein.

Eine heikle Angelegenheit

Laut Bunk ist das Entfernen von Straßenschildern für die Mitarbeiter der Straßenmeistereien eine heikle Angelegenheit. Denn bei einem Verkehrsunfall an einer nicht mehr mit entsprechenden Hinweis- und Warnschilder gekennzeichneten Stelle könnten sie persönlich belangt werden. "Im Zweifelsfall bleibt ein Schild deshalb eher stehen, als dass es entfernt wird", erklärte der Geschäftsführer.

Alle 30 Meter ein Verkehrsschild

Nach einer Erhebung des ADAC von 1996 tauche auf bundesdeutschen Fern- und Landstraßen durchschnittlich alle 30 Meter ein Verkehrsschild auf, sagte Ekkehard Röhr, Vorstandsmitglied beim ADAC Mittelrhein. Seitdem sei eine Vielzahl überflüssiger Verkehrsschilder bereits verschwunden.

Der Gesetzgeber fördert diese Entwicklung. Paragraf 39 der Straßenverkehrsordnung schreibt seit 1997 vor, dass Verkehrsschilder nur noch da stehen sollen, "wo dies auf Grund der besonderen Umstände zwingend geboten ist".
 

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