Landesbetrieb Straßen.NRW gedenkt getöteter
und verletzter Straßenwärter
Arbeiten mit der Gefahr - Service der
Straßenwärter ist riskant
VDStra.-Fachgewerkschaft der Straßen- und
Verkehrsbeschäftigten durch Frank Nichtitz,
stellv. Bundesvorsitzender und
stellv. Vorsitzender des Gesamtpersonalrates von Straßen. NRW vertreten
Gelsenkirchen (straßen.nrw).
"Die Toten mahnen uns zu Vorsicht und Rücksichtnahme" steht auf dem
Kranz, den der Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW, Winfried Pudenz,
am Mahnmal für die im Dienst auf den Straßen ums Leben gekommenen
Straßenwärter niederlegte. Mit der traditionellen Gedenkfeier in
Tungerloh-Capellen (Gemeinde Gescher, Kreis Coesfeld) gedachte am
Buß- und Bettag (19.11.) der Landesbetrieb Straßenbau
Nordrhein-Westfalen seiner getöteten Kolleginnen und Kollegen.
Im laufenden Jahr hatte Straßen.NRW bislang 19
fremdverschuldete Arbeitsunfälle zu verzeichnen. Bei 16 dieser
Unfälle wurden 18 Mitarbeiter zum Teil schwer verletzt. Im Jahr 2007
gab es 19 fremd verschuldete Unfälle, darunter einer mit Todesfolge.
Seit 1993 hatten die Straßenbauer in Nordrhein-Westfalen 17 getötete
Straßenwärter bei fast 400 fremd verschuldeten Arbeitsunfällen mit
Personenschaden und noch einmal ebenso vielen mit Sachschaden zu
beklagen.
Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier waren
neben Kolleginnen und Kollegen, Angehörigen und Vertretern des
Personalrats, darunter als Redner der stellvertretende
Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen des
VDStra., Frank Nichtitz und die Mitglieder des
VDStra.-Landesvorstandes NRW, auch der Parlamentarische
Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Achim Großmann und der
Staatssekretär aus dem Landesverkehrsministerium Günter Kozlowski.
Für Straßen.NRW-Chef Winfried Pudenz zeigte die prominente Teilnahme
die Wertschätzung, die auch in den Ministerien der Arbeit der
Straßenwärterinnen und Straßenwärter entgegen gebracht wird. "Es ist
eine ehrenvolle Geste, dass Sie beide gekommen sind, um mit uns der
Verunglückten zu gedenken", sagte Pudenz mit Blick auf die beiden
Regierungsvertreter. Bund und Land sind die Auftraggeber von
Straßen.NRW, für die der Landesbetrieb die Autobahnen, Bundes- und
Landestraßen plant, baut und betreibt.
![Durch Fremdverschulden verletzte und getötete Straßen.NRW-Mitarbeiter [Grafik: Unfallstatistik]](http://www.strassen.nrw.de/_img/illu_unfallstatistik2007.gif)
von links:
Staatssekretär Achim Großmann (BMVBS),
Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz (Straßen.NRW),
Staatssekretär Günter Kozlowski
(Verkehrsministerium NRW) im Kreise gedenkender Kolleginnen und
Kollegen
von links:
Hermann-Josef Siebigteroth, Hans-Werner Köning,
Frank Nichtitz
Die schwersten Unfälle mit Straßenwärtern
werden auf Autobahnen durch unaufmerksame Fahrer verursacht. Die
Beschäftigten erlitten teils schwere Prellungen, Frakturen, oder
Schocks.
Dennoch lieben die meisten Straßenwärter
ihren Beruf und sind mit Engagement bei der
Sache, wenn es etwa darum geht,
im Winter die Strecken von
Eis und
Schnee frei zu halten.
Um die Sicherheit der
Straßenwärter zu erhöhen, hat der Landesbetrieb Straßen.NRW im letzten Jahr
Warnschwellen für die Absicherung von Tagesbaustellen auf Autobahnen
eingeführt. Die Warnschwellen sollen Autofahrer, die bis dahin alle
Warnhinweise ignoriert haben, vor der folgenden Baustelle
aufrütteln.
