Kooperation zwischen dbb und ver.di
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Gemeinsam
lohnpolitischen Kurswechsel durchsetzen
23.07.2007
dbb beamtenbund und tarifunion und ver.di
wollen ihre Zusammenarbeit für die kommende Tarifrunde intensivieren.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir bis August eine
Kooperationsvereinbarung mit ver.di schließen können“, sagte der dbb
Bundesvorsitzende Peter Heesen dem „Handelsblatt“ (Ausgabe vom 23. Juli
2007). Konkret planen beide Gewerkschaften neben gemeinsamen Kampagnen
und einer abgestimmten Lohnforderung erstmals auch eine gemeinsame
Verhandlungsführung in den Tarifgesprächen mit den Arbeitgebern,
berichtet das Blatt.
In den zum Jahresende beginnenden
Tarifverhandlungen für die öffentlich Bediensteten in Bund und Kommunen
wollen dbb tarifunion und ver.di einen lohnpolitischen Kurswechsel
durchsetzen. „Unsere Mitglieder erwarten mit Recht, dass sich bei ihren
Einkommen endlich wieder etwas tut“, sagte Heesen. Ein gemeinsames
Auftreten sei „ein bewusstes Signal, um auch nach außen Stärke zu
zeigen.“ Konkurrenz zwischen Gewerkschaften berge immer die Gefahr, dass
man sich gegenseitig schwächt. „Daher würden wir eine große Chance
vertun, wenn wir in dieser Runde eine engere Kooperation nicht zumindest
einmal testen“, so Heesen.
In den vergangenen Jahren hatten die Beschäftigten
im öffentlichen Dienst eine ganze Reihe von Einschnitten hinnehmen
müssen, darunter Arbeitszeitverlängerungen und Kürzungen bei den
Sonderzahlungen. Als Folge der 2005 vereinbarten Tarifrechtsreform gab
es für sie seither keine prozentualen Einkommenssteigerungen mehr.
Heesen bezifferte die Forderungen für die
Einkommensrunde auf ein Volumen von „mindestens fünf Prozent“. Er
erinnerte an die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die
Regierung für eine faire Beteiligung der Arbeitnehmer am laufenden
Konjunkturaufschwung sorgen wolle. „Angesichts weiter steigender
Steuereinnahmen gehe ich fest davon aus, dass sich das ausdrücklich auch
auf die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bezieht.“
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