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  Psychische Belastungen bei Tätigkeiten im Straßenbetriebsdienst im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung  
 

  AK 2: Vortrag

Psychische Belastungen bei Tätigkeiten im Straßenbetriebsdienst im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung
 

R. Portuné (LUK NRW, Düsseldorf)

Das Berufsbild des Straßenwärters beinhaltet eine Vielzahl von Tätigkeiten, die jedem zugute kommen, der im Straßenverkehr unterwegs ist. Ihre Aufgabe ist es, zu jeder Jahreszeit für sicher befahrbare Straßen zu sorgen. Dennoch werden gerade sie oft als „Ausbremser“ oder „Staumacher“ bezeichnet und weniger mit Förderung als mit Behinderung des Verkehrs in Verbindung gebracht. Beschimpft, bespuckt, beworfen – nicht selten haben Straßenwärter unter blindwütigen Verhaltensweisen mancher Zeitgenossen zu leiden, die möglicherweise noch nie daran gedacht haben, dass jedes Jahr in Deutschland acht bis zehn Straßenwärter während ihrer Arbeiten im Verkehrsraum bei fremdverschuldeten Unfällen ums Leben kommen.

Der Beruf des Straßenwärters bringt eine Vielzahl vor allem auch körperlich belastender Faktoren mit sich. Dies mag erklären, warum die Problematik psychischer Belastungen demgegenüber noch im Hintergrund geblieben ist. Im Rahmen der vorliegenden Studie werden zunächst mit Hilfe von Expertengesprächen und moderierten Gruppendiskussionen verschiedene Bereiche eruiert, in denen psychische Belastungen auftreten können. Der aus diesen Bereichen entwickelte „Beurteilungsbogen zu Bereichen psychischer Belastung bei Tätigkeiten im Straßenbetriebsdienst“ wird einer Stichprobe von knapp 100 in Autobahnmeistereien beschäftigten Straßenwärtern vorgelegt.

Als Belastungsschwerpunkte hinsichtlich eines inhaltlich abgeleiteten Referenzbereichs (Nachtarbeit) erweisen sich die Problemfelder der Unfall- und der Verkehrsraumproblematik. Die simultane Betrachtung von Häufigkeit und Intensität der damit einhergehenden psychischen Belastungen ermöglicht die Einschätzung des jeweiligen Risikopotenzials der einzelnen Bereiche. Ausgehend vom dadurch erkennbaren Handlungsbedarf bezüglich der einzelnen Problemfelder lassen sich verschiedene Maßnahmen des Arbeitsschutzes ableiten. Diese werden kurz skizziert, bevor ein Ausblick auf das geplante weitere Vorgehen den Vortrag abschließt.

 

 

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