Einsatz neuer Materialien zur Sicherung von
Arbeitsstellen kürzerer Dauer
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Info 15/05
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Für
Unterhaltungsmaßnahmen und Arbeiten des
Straßenbetriebsdienstes auf Bundesautobahnen ist die
zeitweilige Einrichtung von Arbeitsstellen erforderlich.
Dabei kommt es bei Arbeitsstellen kürzerer Dauer
(Tagesbaustellen) immer wieder zu Auffahrunfällen auf
die fahrbare Absperrtafel. Im Rahmen eines
Forschungsprojektes wurden unter anderem mechanisch
wirkende Warnschwellen untersucht, um unaufmerksame
Fahrer rechtzeitig zu warnen. Damit soll sowohl eine
optimale Sicherheit für die im Bereich der Arbeitsstelle
Beschäftigten als auch für die Verkehrsteilnehmer
erreicht werden. |
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Bild:
Warnschwellen im Vorfeld einer
Tagesbaustelle |
Problem
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Bibliographie |
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Arbeitsstellen auf Bundesautobahnen sind unverzichtbar,
um den Zustand des Straßennetzes zu erhalten. Die
verkehrsrechtlichen Grundsätze der Richtlinien zur
Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA, 1995)
sehen zur Sicherung der Verkehrsteilnehmer und der
Arbeiter im Baustellenbereich die Anordnung von
Verkehrszeichen und -einrichtungen nach für
Standardsituationen typisierten Regelplänen vor. In
ihnen ist bei Arbeitsstellen kürzerer Dauer der Einsatz
von fahrbaren Absperrtafeln auf den zu sperrenden
Fahrstreifen oder dem Seitenstreifen vorgeschrieben. Die
Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen und
Vorwarneinrichtungen ist situationsabhängig geregelt.
Damit soll für die jeweilige Situation ein Optimum
hinsichtlich technischem Aufwand, Erkennbarkeit für die
Verkehrsteilnehmer und Sicherheit für die im Bereich der
Arbeitsstelle Beschäftigten erreicht werden. Dennoch
kommt es bei Arbeitsstellen kürzerer Dauer häufig zu
Auffahrunfällen auf die fahrbare Absperrtafel.
Insbesondere sind Schwerlastfahrzeuge daran beteiligt.
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Bericht:
Einsatz neuer Methoden zur
Sicherung von Arbeitsstellen
kürzerer Dauer, Bergisch Glad-
bach, Bundesanstalt für Straßenwesen,
2004 (Berichte der Bundesan-
stalt für Straßenwesen, Unter-
reihe "Verkehrstechnik", Heft
V 118, November 2004) |
Untersuchungsmethode
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Ausgehend von einer allgemeinen
Analyse alternativer Absicherungsmethoden für
Arbeitsstellen kürzerer Dauer wurden in
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehrere
Pilotversuche mit Sperrung des rechten oder linken
Fahrstreifens durchgeführt. Genauer untersucht wurden
dabei die Auswirkungen von Warnschwellen sowie eine
Querabsperrung mit Leitbaken vor der fahrbaren
Absperrtafel.
Warnschwellen werden 150 Meter vor
der fahrbaren Absperrtafel verlegt, um unachtsame Fahrer
vor der Arbeitsstelle zu warnen. In den Niederlanden hat
deren Praxiseinsatz bereits zur Erhöhung der Sicherheit
bei kurzfristigen Arbeitsstellen beigetragen.
In Pilotversuchen wurden die
verkehrlichen Wirkungen und die betrieblichen Aspekte
bei der Arbeitsstelleneinrichtung betrachtet und
bewertet. Berücksichtigung fanden sowohl die Sicherheit
der Verkehrsteilnehmer als auch des Arbeitspersonals in
allen Situationen vom Auf- bis zum Abbau der
Arbeitsstelle. |
Autoren des Berichts:
Michael M.
Baier
Dirk Kemper
Oliver Baur
André Meyer
Institut für Straßenwesen (isac), Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen
(RWTH Aachen)
Fachbetreuer
der Bundesanstalt für Straßenwesen:
Rüdiger Hotop
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Preis:
€ 14,50 |
Ergebnisse
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Bezugsadresse:
Wirtschaftsverlag NW
Verlag für Neue Wissenschaft
GmbH
Postfach 10 11 10
27511 Bremerhaven
Telefon
(04 71) 94 54 40
Telefax
(04 71) 9 45 44 88
E-mail
Vertrieb@NW-Verlag.de |
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Die Pilotversuche zeigten, dass
der Einsatz der auf der Fahrbahn liegenden Warnschwellen
zu keinen merkbaren Störungen oder Behinderungen von
Verkehrsteilnehmern führt. Die Andreasstreifen wurden
von den Verkehrsteilnehmern wesentlich häufiger als
Veränderung gegenüber den konventionell abgesicherten
Arbeitsstellen auf Autobahnen bemerkt, als die
Querabsperrung mit Leitbaken. Auch aus Sicht der
Straßenwärter wurden Andreasstreifen generell besser
bewertet als die selbstaufrichtenden Klappbaken.
Aus den Ergebnissen der
Untersuchungen konnten Empfehlungen zu den
Einsatzmöglichkeiten und -grenzen neuer
Sicherungsmaßnahmen von Arbeitsstellen kürzerer Dauer
abgeleitet werden. Hierzu wurden Regelpläne
ausgearbeitet, die in die RSA übernommen werden.
Ergänzend wurden Hinweise zum Auf- und Abbau bei der
Arbeitsstelleneinrichtung gegeben und die erforderlichen
Änderungen in den Regelwerken aufgezeigt. Dabei handelt
es sich neben den RSA vor allem um die StVO, aber auch
die ZTV-SA (1997).
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Folgerungen
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Mechanisch
wirkende Warnschwellen sind geeignet, das
Gefahrenpotenzial für Verkehrsteilnehmer und
Arbeitskräfte in Arbeitsstellen kürzerer Dauer zu
vermindern, ohne den Verkehrsablauf zu verschlechtern.
Im Forschungsbericht werden Schritte zur Umsetzung der
empfohlenen Maßnahmen beschrieben.
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Abstract
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Impressum:
Bundesanstalt für Straßenwesen
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 10 01 50
51401 Bergisch Gladbach
Telefon (0 22 04) 430
oder 43 326
Telefax (0 22 04) 43 674
E-Mail info@bast.de
Internet www.bast.de
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Use of new methods for securing short-term work
sites
Accidents involving collisions
with the mobile signs used to cordon off work sites on
roads are frequent in the case of short-term work sites.
The accidents are often caused by the drivers being
overtired or inattentive, which results in the accident
occurring without applying the brakes. Based on this
fact, it is necessary to seek suitable security measures.
Dutch experiences made with
warning strips (so-called "Andreas lines") were
therefore analysed and used as a basis to derive
configurations for using this method of securing work
sites on German autobahns. The use of "Andreas lines"
was then tested in practice in pilot tests.
Overall the tests showed that the
use of "Andreas lines" for stationary short-term work
sites on two-lane, single-direction roads can be
recommended without restriction.
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