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Einkommensrunde 2009
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Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen hat die Forderung für die anstehende Tarifrunde in den Ländern als zeitgemäß und angemessen bezeichnet. „Es kann nicht sein, dass Milliarden-Schutzschirme für die Bankenwelt aufgespannt, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst vom Staat aber im Regen stehen gelassen werden“, sagte Heesen am 9. Dezember 2008 vor Journalisten in Berlin. „Deshalb passt die Forderung von acht Prozent auch in die Landschaft.“ |
| Bild v.l.n.r.: Der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion Frank Stöhr, der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen und ver.di-Chef Frank Bsirske bei der Vorstellung der gemeinsamen Einkommensforderung am 9.12.2008 in Berlin | |
Der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion und Zweite Vorsitzende des dbb, Frank Stöhr, sagte, die Forderung sei „motivierend für die Beschäftigten, bezahlbar für die Arbeitgeber und Dienstherren und vermittelbar in der Bevölkerung“. Schließlich müssten auch die Länder ein vitales Interesse daran haben, ihre Beschäftigten nicht zu Beschäftigten zweiter Klasse zu machen, die der Einkommensentwicklung bei den Kollegen von Bund und Kommunen nur zuschauen dürfen, so Stöhr.
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Betroffene haben das Wort:
Ich
bin 30 Jahre alt und habe ein Kind, für das ich unterhaltspflichtig bin.
Als Straßenwärter kümmere ich mich im Winterhalbjahr um die Baumpflege und den Winterdienst. Im Sommerhalbjahr gehören unter anderem die Pflege der Grünstreifen, die Wartung der Winterdienstgeräte und die Reinigung der Regenabläufe zu meinen Arbeiten. Gerade letzteres ist ganz schön anstrengend, so ein Gullideckel wiegt bis zu 40 Kilo.
Für all das bekomme ich monatlich rund 2100 Euro. Von denen bleiben mir netto 1300 Euro. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten, insbesondere die deftigen Spritpreise, die wir Straßenwärter mehrfach zu spüren bekommen – durch Unfallbereitschaften und im Winterdienst ist mehrmaliges Anfahren der Dienststelle pro Tag erforderlich – belasten mich stark. Außerdem wird auch die psychische Belastung immer größer, insbesondere durch den stark steigenden Verkehr und den damit verbundenen Verkehrsunfällen. Seit kurzem bekomme ich nun auch noch weniger Überstunden bezahlt. Dazu kommen Personaleinsparungen: Weniger Personal heißt mehr Arbeit für mich für weniger Geld.
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Ich
bin bei der Straßenmeisterei Kelberg für die Abwicklung von Baustellen
zuständig. Das schließt neben der Beaufsichtigung der Baustellen auch
Vermessungstätigkeiten vor Ort ein, aber auch Büroarbeiten wie
Abrechnungen und Nachtragsforderung von Baufirmen sind zu bearbeiten.
Um solche Verwaltungsaufgaben übernehmen zu können, habe ich eine Fortbildung vom Straßenwärter zum Straßenbaumeister gemacht. Die Ausbildung habe ich aus eigener Tasche bezahlt. Immer häufiger muss ich auch Ingenieurstätigkeiten ausführen. Ein Mitarbeiter einer Baufirma mit gleichwertiger Ausbildung und gleicher Wochenstundenzahl bekommt für die gleiche Arbeit, wie ich sie mache, gut 3200 Euro brutto plus Firmenfahrzeug mit privater Nutzungserlaubnis. Ich bekomme derzeit etwa 2650 Euro, das sind netto 1750 Euro.
Ich erwarte von der Einkommensrunde 2009 eine spürbare Abhebung und eine Nachbesserung des TV-L für Bauaufseher der Straßen- und Autobahnmeistereien.
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Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Seit 14 Jahren bin ich
Straßenwärter in der Autobahnmeisterei Pankofen. Ich bin für die
Verkehrssicherheit auf den Autobahnen zuständig.
Das heißt Baustellen absichern, Beschilderungen im fließenden Verkehr aufstellen, Unfallschäden beseitigen – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, die Fahrbahn von Verkehrshindernissen wie Reifenteilen, verlorenem Ladegut befreien oder auch mal Schlaglöcher flicken. Darüber hinaus kümmern wir uns um die Pflege der Grünstreifen, die Müllentsorgung an den Rastplätzen und den Winterdienst. Überstunden gehören bei der stark reduzierten Personaldecke im Betriebsdienst für uns längst zum Alltag.
Vor allem der Winterdienst ist nur im Drei-Schicht-Betrieb zu bewältigen und bedeutet eine hohe Belastung für mich und meine Familie. Ich „schiebe“ 140 Überstunden vor mir her, und es werden immer mehr. Die Arbeiten bei fließendem Verkehr verlangen eine große Umsicht und "Arbeit mit Verstand". Jeder Fehltritt ist lebensgefährlich. Das sollte meiner Ansicht nach angemessen gewürdigt und bezahlt werden.
Mein derzeitiges Bruttogehalt liegt bei 2.156 Euro. Netto bleiben mir davon nur 1 600 Euro übrig. Abgesehen vom hohen Berufsrisiko stehen die Einnahmen in keinem Verhältnis zu den steigenden Lebenshaltungskosten. Vor allem die hohen Energiepreise schmälern das Einkommen erheblich. Die Steuerlast drückt auf das Einkommen und für Ausreden der Politiker, wie „Ihr habt ja einen sicheren Arbeitsplatz!“, kann ich mir beim Bäcker auch kein Brot kaufen. Der will Bares sehen. ____________________________________________________________________________________________________________
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