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Tarifverhandlungen zur Entgeltumwandlung ergebnislos vertagt
Am
16.Oktober 2002 hat die dbb tarifunion mit den Arbeitgebern des
öffentlichen Dienstes die Tarifverhandlungen zur Entgeltumwandlung
in Bonn aufgenommen. Die stellvertretende Vorsitzende und
Verhandlungsführerin der dbb tarifunion Siglinde Hasse, skizzierte
zum Auftakt die gewerkschaftlichen Forderungen. Demnach sollen die
Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, Teile ihres Einkommens zum
Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung umzuwandeln.
Dabei müssen
die Voraussetzungen geschaffen werden, sowohl die steuerliche
Förderung als auch die sogenannte Riester-Förderung in Anspruch
nehmen zu können. Die Wahl des Durchführungsweges, also
Pensionskasse, Pensionsfonds oder auch andere Formen der
betrieblichen Altersversorgung, muss für die Beschäftigten frei
sein.
Um der
gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und für die
Arbeitnehmer einen Anreiz zum Aufbau der zusätzlichen
Altersversorgung zu schaffen, fordert die dbb tarifunion eine
Beteiligung der Arbeitgeber über einen Zuschuss. Unter Hinweis auf
die Steuermindereinnahmen und die Einbußen in der Sozialversicherung
lehnten die Vertreter von Bund und Ländern eine Vereinbarung zur
Entgeltumwandlung zum jetzigen Zeitpunkt ab.
Siglinde Hasse
resümierte die Auftaktrunde wie folgt: „Wieder einmal werden die
Probleme der öffentlichen Haushalte und der
Sozialversicherungskassen als Argument benutzt, den Beschäftigten
des öffentlichen Dienstes Ansprüche vorzuenthalten. Es stellt eine
durch nichts zu rechtfertigende Benachteiligung dar, dem
öffentlichen Dienst die im Betriebsrentenrecht vorgesehene
Möglichkeit der Entgeltumwandlung zu verwehren, die in der
Privatwirtschaft längst umgesetzt ist. Zu derartigen Sonderopfern
sind wir nicht länger bereit.“
Die
Verhandlungspartner haben sich darauf verständigt, die Gespräche
fortzusetzen, ohne bereits einen konkreten Termin zu vereinbaren.
Für den VERBAND DEUTSCHER STRASSENWÄRTER nahm der Bundesvorsitzende
Siegfried Damm an den Tarifverhandlungen teil.
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